Prusa 3D Druckgeschichten: Bohemiatex

Innenteile für Abgasanlagen, Bänder für elektrische Isolatoren und andere Produkte. Das ist es, was Bohemiatex mit Sitz in Litomyšl, Tschechien, täglich produziert. Und 3D-Drucker sind ein integraler Bestandteil der technischen Entwicklung neuer Maschinen. Dank des 3D-Drucks ist die Herstellung komplexer Teile viel einfacher – und als Ergebnis spiegelt sich die schlanke und weniger zeitaufwändige Komponentenfertigung positiv in den Fortschritten des Entwicklungsteams wider.

Bohemiatex, als tschechisches Familienunternehmen, produziert Glasfasern seit mehr als 20 Jahren. Der jährliche Rohstoffverbrauch liegt bei 2000 Tonnen, die in den Prozessen Texturieren, Zwirnen, Wickeln, Spiralwickeln, Stricken, Weben und Kardieren verarbeitet werden. Die hohe Qualität der Produktion wird durch 130 Mitarbeiter gewährleistet. Zu den Hauptprodukten gehören Bänder zur Herstellung von elektrischen Isolatoren oder feuerfeste Türisolierungen und Isolierungen zwischen Gebäudeplatten. Es beinhaltet auch die Herstellung von Innenteilen von Abgassystemen für BMW, Mercedes, Mini Cooper, Scania, und Volvo.

Das Unternehmen setzt ältere Web- und Strickmaschinen ein, die für die Verarbeitung von Glasfasern konzipiert sind. Innovatives Denken, die Entwicklung neuer technischer Lösungen und modifizierter Maschinen sind fester Bestandteil des Engineering- und Entwicklungsteams des Unternehmens.

Der Einsatz des 3D-Drucks hat die Wartung und Reparatur von Maschinen, bei denen offizielle Ersatzteile nicht mehr verfügbar sind, enorm beschleunigt – diese können in 3D gedruckt werden. Den größten Nutzen sehen die Entwickler im Bau neuer Maschinen mit Druckteilen. Neu ist der Einsatz von 3D gedruckten Verbrauchsmaterialien wie PET-G-Düsen, durch die das Material unter Druck auf andere Parameter ausgedehnt wird. Eine weitere Verbesserung ist 3D gedruckte Gummi-FLEX-Matten, die als Stopper für das Messer dienen, das die Glasfaser schneidet.

„Wir verwenden den 3D-Druck als bewährte Technologie. Der Kauf des Original Prusa I3 MK3 3D-Druckers hat die Entwicklung unserer Maschinen enorm vereinfacht“, erklärt Marek Votroubek, Technical Development Manager. „Dank der wachsenden Anzahl von 3D-Druckteilen, die in allen Bereichen der Produktion eingesetzt werden, sind die Anschaffungskosten für den Kauf eines 3D-Druckers mehrfach zurückgekommen, und wir haben auch die gesamten Reparaturkosten für andere Maschinen reduziert.“

Unternehmenswebseite: http://www.bohemiatex.eu/en/